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Kinderspielgruppe

Da es im Dorf keinen Kindergarten mehr gibt und die Dorfkinder bei der Einschulung teilweise große Entwicklungsrückstände zeigen, wurde von mehreren beteiligten Stellen bez. Personen in Zusammenarbeit mit der „Parnehnen-Hilfe“ eine Kinderspielgruppe gegründet.
Honorar und eine Mahlzeit für die Vorschulkinder wurde finanziert; Spiel-, Bastel- und Lernmaterial zur Verfügung gestellt. Nach etwa drei Jahren wurde diese Arbeit von der Administration anerkannt und übernommen. Wir versorgen die „0 Klasse“ weiterhin mit Material für die Arbeit mit den etwa 10 Kindern.Patenschaften  für Studierende



Seit etwa 6 Jahren werden junge Leute aus bedürftigen Familien bei ihrem Studium oder ihrer Berufsausbildung unterstützt (alle in Internaten oder Wohnheimen, die sie allein schwer finanzieren könnten)
Im letzten Jahr erhielten ein solches Stipendium in Höhe von 20 Euro monatlich:
Eine Gymnasiastin, inzwischen Studentin  
Eine zukünftige Zahntechnikerin
Eine angehende Psychologin
Eine Kulturarbeiterin (Richtung Tanz) in der Ausbildung
Ein junger Mann in der Ausbildung bei der baltischen Flotte



 Schulspeisung
Für 50 Kinder aus kinderreichen, bedürftigen Familien finanziert die Administration ein kostenloses, sehr gutes und ausgewogenes Mittagessen in der Schule.

Seit einigen Jahren können sich zusätzlich 10 bis 15 bedürftige Kinder beteiligen, ein Spender aus Hoyerhagen steht dafür Pate. Alle Menschen aus Parnehnen wünschen ihm ein langes Leben.



 16 Familien bez. Einzelpersonen
erhalten 1mal monatlich ein Lebensmittelpaket. Einkauf, Verteilung bei den Familien und Abrechnung haben unser Dolmetscher und eine „gute Familie“ aus Parnehnen übernommen.

15 Gesundheitsstationen

werden etwa dreimal im Jahr mit Einmal-Handschuhen, Einwegspritzen, Desinfektionsmitteln  und bei besonderem Bedarf auch (in russischen Apotheken) gekauften Medikamenten versorgt. (Das alles ist im Vergleich zu Deutschland lächerlich billig und mit russischen Beipackzetteln versehen sowie allem medizinischen Personal in der Anwendung und Verträglichkeit vertraut. Nach meinen Erfahrungen ist also Schmuggel deutscher Medikamente unnötige Belastung für die Nerven der Überbringer und dem deutsch-russischen Vertrauensverhältnis besonders beim Zoll sehr abträglich) Blutzucker- und Blutdruckmessgeräte, Fieberthermometer und gelegentliche Reparaturen an medizinischen Geräten sind willkommene Geschenke.  Gelegentlich ergibt sich die Notwendigkeit, prophylaktische Maßnahmen wie Grippe- oder Hepatitis-Schutzimpfungen zu finanzieren.

In der Oblast sind auch ansteckende Erkrankungen wie Aids, Tuberkulose und Hepatitis weit verbreitet. Die Feldscherinnen (Ärztinnen, Schwestern) der Gesundheitsstationen sind  besonders gefährdet und daher besonders vor Ansteckung zu schützen.



 Gesundheitsstation in Krasnij Jar

Die Feldscherin ist nach wie vor Hauptkontaktperson; bei ihr wird der größte Teil der allerdings geringeren „Humanitären Hilfe“ ausgeladen und an Familien verteilt. Medikamente kaufen wir in der Regel gemeinsam auch mit der Chefin aller 15 Stationen. Wir besuchen jedes Mal etliche bedürftige Familien gemeinsam, woraus sich oft besondere Aktionen ergeben, wie Milchzulagen für Säugling oder Obstkauf für Kranke. Hier werde ich immer gastfreundlich aufgenommen und hatte auch auf dem Hof lange das Hauptquartier fürs Wohnmobil.



Schuhreparaturen

Die kurzzeitige (6 Wochen) Ausbildung eines Jugendlichen aus Krasnij Jar in  Deutschland zum Schuster und die Anschaffung von Material und Geräten für seine Werkstatt sind ein Erfolg. Er lernt z. Zt. Kinder aus dem dortigen Kinderheim mit gutem Erfolg an. Er repariert gegen Bezahlung Schuhe von seinen Kunden und für ein Honorar von uns Schuhe für 2- 3 Kinderheime. Er arbeitet also nicht nur für die „Schuhgesundheit“ sondern trägt auf diese Weise auch zum Lebensunterhalt der 12köpfigen Familie bei und finanziert teilweise seine Ausbildung zum KFZ Mechaniker selbst.



 Tierarzt

Kühe und Schafe sind für russische Familien auf dem Dorf fast lebensnotwendig. Aber viele Familien sind aus Großstädten von anderen Gebieten Russlands zugezogen und wissen sehr wenig über die Haltung von Nutztieren. Der Kreistierarzt konnte für ein recht geringes Honorar gewonnen werden, im Kulturhaus Vorträge über Krankheiten und Heilung bei Haustieren zu halten. Die Entwurmung aller Nutztiere in den drei zusammengehörenden Dörfern Diwnoe, Krasnij Jar und Olchowka (etwa 1200) wurde finanziert und unter Aufsicht der Dorfältesten und des Tierarztes durchgeführt. Später im Sommer wurden die Kühe von Fliegen in Hornissengröße regelrecht gejagt, (die Milchleistung ging rapide zurück,)  alle Kühe wurden behandelt.



 Computer

Im Lauf der Zeit wurden an viele Stellen Computer verteilt.
4 Schule und Kinderheim
2 Gesundheitsstationen
1 Sozialarbeiter
1 Dolmetscher
1 Kontaktstelle
1 Jugendhaus Tapiau
1 Gefängnispsychologe Tapiau
1 Tierarzt Tapiau
1 Laptop für Betreuer der ganzen Computer.

Dieser „Betreuer“ richtet sämtliche Computer für russische Software ein, repariert sie und weist auch die Empfänger in die Benutzung ein. Er hat etwa 2 Jahre lang Kindern vom Kinderheim Unterricht gegeben und steht in e-mail-Kontakt mit mir, wenn Teile fehlen oder auch gelegentlich Nachrichten an Leute im Dorf weiter zu geben sind. Diese Zusammenarbeit ist erfreulich und wird fortgesetzt.



Strümpfe für Kinderheime

Sind meine neue Erfindung, Frauen stricken Socken und Mützen, bekommen Wolle von mir, werden für die Arbeit bezahlt; und die Kinder haben hoffentlich warme Füße.




 Kulturhaus

Bibliothek und Club im alten Schloss
bekommen Beihilfen für erforderliche Reparaturen und Anschaffungen, damit die Räume benutzbar sind, Spiel- und Bastelmaterial aus deutschen Spenden und neue russische Bücher über Haustiere, Krankheiten, Harry Potter und anderes Wissenswerte.
(in 2003 neue Elektrokabel wegen Lebens-und Brandgefahr und einen feuerhemmenden Anstrich der hölzernen Wandverkleidung des großen Clubraumes. Ohne diese beiden Maßnahmen hätte der Raum wegen neuer Vorschriften nicht mehr für Veranstaltungen wie Disco, Erntefest, Seniorentreffen und Dorfversammlungen benutzt werden dürfen)

 

Schule und Internat (Kinderheim)

Die Schule erhält seit Beginn der Besuche Schreibwaren und Bücher, Bastel- und Spielmaterial, Wolle, Spinnrad, Webrahmen, Nähmaschine und Stricknadeln.

Das Internat besteht seit etwa 7 Jahren und wird versorgt mit Bekleidung und Schuhen, Bettwäsche, Stoff, Wolle, Spiel- und Bastelmaterial. Je nach Bedarf  helfen wir bei der  Finanzierung von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln und kaufen teilweise gemeinsam Medikamente, Bücher und Schreibwaren. Regelmäßige Besprechungen mit Direktorin und Pädagogen lassen aktuelle Situationen erkennen und regen zu neuen Denkansätzen an. Mit unserer finanziellen, logistischen und auch fachlichen Unterstützung besuchen die Pädagogen andere Kinderheime, gemeinsame Fortbildungsseminare mit bis zu 5 Kinderheimen werden durchgeführt. Kontakte zu Psychologen und Erstellung psychologischer Gutachten über die problematischen Kinder und die gemeinsame Diskussion über die Ergebnisse sind hilfreich für Kinder und Erwachsene. Zitat: „wir haben Fehler gemacht, wir müssen ihn mehr loben!“ Hurra!



 Tamaras Kinderheim

War das erste Kinderheim im Kreis Tapiau und das erste, das wir kennenlernten, in dem auch mehrmals Kinder aus dem Kinderheim Zibell zu Besuch waren und dort mitlebten. Hierher fahre ich, um mich zu freuen über die selbstverständliche Gastfreundschaft, um mit bis zu 20 Mitarbeitern und den etwa 35 Kindern zusammen Tee und Kuchen zu genießen und um die kleine Christina aus Diwnoe (Teil von Parnehnen)zu besuchen. Obwohl ich dort nicht „Sponsor“ bin, landen doch dort immer wieder Süßigkeiten, Kuscheltiere, Schuhe für die Kleinen und demnächst Zeichenmaterial für den kunstbegabten Jungen, den mir Tamara im Februar ans Herz legte und dem sie eine künstlerische Ausbildung in Deutschland wünschen würde.

Krankenhaus in Tapiau/Gwardejsk

Die Kinderstation ist arm dran, immer wieder versuche ich, ein wenig zu helfen und die Schwestern zu sehen, wenn sie sich freuen über Bett- und Kinderwäsche, einen Kasten mit Kitteln oder in Notzeiten auch sterile Spritzen, Kuscheltiere und Bilderbücher.

Die Chirurgische Ambulanz lernte ich nach mehreren Besuchen auch als Patientin kennen und fühlte mich freundlich und einfühlsam betreut und gekonnt verarztet. Dort sind Gehhilfen, Kittel und anderes auch willkommen. Der Mercedes-Krankenwagen von der Bundeswehr, den wir 1996 nach Tapiau bringen konnten ist immer noch das Lieblingskind der Krankenwagenfahrer und tipp topp  gepflegt. Ein gut funktionierendes EKG-Gerät (großer Wunsch der Ärzte für Untersuchengen vor oder während des Transports von Kranken) habe ich immer noch nicht auftreiben können.

 Meine Nachbarfamilie in Olchowka

Das ist überhaupt die größte Hilfsaktion: hier bekomme ich Hilfe: Einladungen zu wirklich tollem Essen, Hilfe beim Ausbau der kleinen Wohnung, in der meine „Schätze“ gelagert und Besuch empfangen werden soll. Ich werde beraten in vielen Situationen und eingeweiht in einige Eigenheiten der russischen Seele. Manchmal werde ich ausgelacht und über meine Blö aufgeklärt, aber meistens unterstützt und manchmal auch getröstet, wenn’s wieder mal nicht so richtig geklappt hat.

 

Inge Zibell

Projekte

Die Gesundheitsstationen Parnehnen/Krasnij Jar und Istrowka/Schaberau                 sind der Haupt und Drehpunkt der gemeinsamen Arbeit.
Hier wird mit den Feldscherinnen und dem Dolmetscher gemeinsam geplant, organisiert und initiiert. Hier werden Ideen geboren und Kontakte hergestellt. Von hier aus wird an den Schrauben gedreht, die später in der richtigen Verbindung miteinander eine Hilfe sein sollen für die Leute und besonders die Jugend im Dorf „Parnehnen“

Ca 15 Familien im Dorf: Bekleidung, Wäsche, Hygiene - Bedarf (Seife, Läusemittel)  Lebensmittel seit 9 Jahren
Seit 3 Jahren vermehrt zum Selbstständig-werden: Werkzeug, Saatgut


Schule Krasnij Jar mit ca 240 Kindern aus umliegenden Dörfern

  • Besuche, Teilnahme am Unterricht
  • Computer-Gruppe, 4Computer für Lehrer + Kinder
  • Kosten für Wartung und Unterricht
    Finanzierung von Schulmahlzeiten für 10 – 15 bedürftige Kinder   
  •   Sporadische Unterstützung mit Stoff + Nähmaschine, Wolle, Büchern, Lexika
  •  Gartengeräte, Saatgut                  


        Kinder-Vorschulgruppe:
            Ca 10 Kinder 3x wöchentl. Spielen + Lernen
            Kosten für Personal  +  Imbiß


        Handarbeitsgruppe: Spinnrad, Material und Honorar

         Sportgruppe: Bälle, Springseile, Sportkleidung

Inernat angegliedert an Schule, Kinderheim für Problemkinder
     Regelmäßige Besuche seit Bestehen der Einrichtung, Spielen , Basteln mit Kindern

     Teilnahme an Mahlzeiten, früher Großeinkäufe von Lebensmitteln jetzt noch zusätzliche  Medikamente und Hygiene-Artikel                

       Finanzierung von Kuh und Obstgarten

       Arbeitsmaterial für Handarbeitsgruppe „Goldene Hände“ (Sticken)

      Wäsche, Schuhe, Bekleidung, Finanzierung von Schuhreparaturen



 Krankenhaus Tapiau
     Kinderwäsche, gr. Krankenwagen (1996) Kl. Mengen vor Ort gekauft:Medikamente           Kindercreme, El.Heizung für FrühchenZimmer




 Kinder-und Jugendzentrum Tapiau

2 Computer, 4 Nähmaschinen, Stoff, Bastelmaterial

 

Kontakte zu 4 anderen Kinderheimen mit gelegentlicher Unterstützung (Gerdauen nach der Eröffnung Geld für Stoff für Bettwäsche)

Lovis-Corinth Museum Tapiau
Original-Radierung von Corinth als Geschenk für das Museum, Computer


Gefängnis Tapiau

 

Vor 1 1/2 Jahren Vorbereitung und Durchführung des 1. Seminars für Pädagogen aus 4 Kinderheimen .
Diese Initiative ist zum Selbstläufer geworden, wird aber noch finanziell unterstützt.

 
Ein Jugendlicher hielt sich 6 Wochen in Hoyerhagen auf und erhielt eine Kurzausblidung zum Schuhmacher. Er arbeitet in der Frezeit geschickt und motiviert für Familie, Dorf und Internat und trägt zum Lebensunterhalt der 12köpfigen Familie bei.

Das Kulturhaus und die Bibliothek im Dorf werden unterstützt durch Finanzierung einer Toilette, Zuschuß zur Dachreparatur, Beschaffung neuer Bücher u.s.w.

Die erwähnten Projekte werden weitergeführt, teilweise werden sie von anderen Institutionen übernommen werden. Beispielsweise ist die Spielgruppe in der bisherigen Form im nächsten Schuljahr nicht mehr nötig, da der Landkreis eine sogenannte „0-Klasse einrichtet, wodurch auch die Frage der Beköstigung und des Transports gesichert sind. Vielleicht machen wir eine Krabbelgruppe?

 Wunschplanung

Sehr vorsichtig nähern wir uns der Kirchen- Idee. Außer für die kleine Baptisten-Gemeinde gibt es keine Möglichkeit zum Kirchenbesuch. Die Kirche wird landwirtschaftlich genutzt. Vielleicht kann man „Kirchen-Andrej“ überreden, wenn er ein anderes Gebäude für seine Zwecke hat? Vielleicht könnten die Evangelische oder die Katholische Kirche aus Kaliningrad  (Deutsch-Polnisch-Littauisch) sich vorstellen?


 Die Spielplatz-Idee würde bedeuten, die Asbest-Scherben (riesige Mengen auf dem Kirchen-Vorplatz) wegzuräumen und mit Kindern und Eltern zusammen langsam einen Spielplatz wachsen zu lassen.

 Planung für 2004

Vorbereitung zu Einladung für Praktikum in Hoyerhagen und Umgebung für 1-3 Jugendliche

Fortsetzung der Kurse an Srickmaschinen und Spinnrädern

Weitere Unterstützung der Bibliothek: Kinderarbeit mit Laptop und interaktiven Märchen und Spielen

Computer-Unterricht in Paschas Familie (viele Geschwister und Freunde)oder der Bibliothek.

Fortsetzung der Fortbildungskurse im Kulturhaus (Schloß): Tierarzt? Heilkräuterkunde durch Feldscher