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Aber nur, wo auch Sonne ist, sieht man die Schatten. Auf der home-page werden Sie noch einige Tage lang von dem winterlichen Schloß begrüßt, das auf die Entfernung , wenn man die Brille nicht aufsetzt, recht malerisch wirkt. Auch hier, aus größerer Entfernung aber von der anderen Seite, bekommt man eine Ahnung von der einstigen Schönheit dieses Gebäudes


Hier sollen früher Menschen gelebt haben, die ihren Arbeitern ein besseres Leben ermöglichten als es zur damaligen Zeit auf anderen Gütern üblich war. Bessere Wohnungen wurden gebaut, und wer an anderer Stelle nur eine Kuh hätte halten dürfen, konnte seine Familie hier mit Milch und Fleisch von 2 Kühen besser versorgen

So sieht heute der Eingangsbereich unter dem Schloßturm aus. Die Feuchtigkeit ergreift Besitz von Mauerwerk und Holz, Schwalben und Kühe haben ungehindert Zugang, es gibt keine Haustür. Die Bewohner des Dorfes versuchen mit Farbe und Besen die schlimmsten Schäden zu vertreiben. Von hier aus erreicht man den Saal des "Kulturhauses" und die Bibliothek.

Die obere Etage kann nicht mehr genutzt werden; in den vergangenen Jahren hat es bis in die unteren Räume geregnet. Mein Auto steht vor der Bibliothek, das Wasser läuft aus der defkten Regenrinne an die Wand, große Putzstücke sind herausgefallen.Die Fenster sind - nun ja, so, wie viele Fenster hier: undicht morsch und nicht zu öffnen. Im Winter ist es trotz einer Notheizung bitter kalt; Wassertropfen sammeln sich auf der Wand und rieseln nach unten, schwarze Flecke bilden sich - die Bücher sind feucht. Die Bibliothekarin sitzt in Hut und Mantel und weint und zetert um ihre Bücher.

Wir warten auf  Sonne , im Sommer pflanzen wir wieder Blumen vor die maroden Putzstellen und kaufen ein paar neue Bücher: "Do it yourself!"

Der Turm sieht ja noch ganz gut aus, aber langsam bröseln die Putz- und  Stuckverzierungen ab. Ein bisschen blaue und rote Farbe war im letzten Jahr noch am Wappen im Giebel zu erkennen. Warten wir auf Sonne und einen Millionär.

Der Turm sieht ja noch ganz gut aus, aber langsam bröseln die Putz- und  Stuckverzierungen ab. Ein bisschen blaue und rote Farbe war im letzten Jahr noch am Wappen im Giebel zu erkennen. Warten wir auf Sonne und einen Millionär.

 

Die Nordseite, hierher scheint die Sonne besonders wenig. Im Februar gingen mein Nachbar und Freund Andrej gemeinsam hier vorbei. Ich entdeckte neue Risse im Mauerwerk und ein Stöhnen stieg in mir hoch und muß wohl auch hörbar geworden sein sein. Andrej sah mich an und sagte mitfühlend: nicht hingucken. Ich weiß, dass es ihm ähnlich ergeht, am liebsten würde er nicht nur sein und mein Haus renovieren. Wenn er Zeit hätte, würde er sofort.............

 

Liebe Gäste auf dieser besonderen Seite, ich bitte Euch, das Schloß in Parnehnen trotz dieser traurigen Bilder zu besuchen. Die meisten anderen Schlösser sind nicht schöner, aber hier sind Menschen, die trotz aller Not versuchen, von diesem Zeichen der Vergangenheit, auch von ihrer Geschichte zu retten, was noch übrig ist. Gebt ihnen Hoffnung und Mut zum weiteren Kampf um Essen, Kleidung, Wärme und eine Zukunft.

 

Das ist mein Deduschka, den ich seit Jahren ins Herz geschlossen habe. So sahen er und der Stall hinter seinem Haus vor etwa 6 Jahren aus. Der Stall ist durch einen Unglücksfall abgebrannt, der Opa ist auch nicht schöner geworden. Aber wir freuen uns beide, wenn wir uns sehen. Diese Babuschka, seine Frau, war hier auf dem Weg der Besserung nach einem Schlaganfall. Kurz nach der Entstehung dieses Fotos ist sie gestorben. Etwas Sonne auch für Deduschkas Leben, eine ältere Verwandte ist zu ihm gezogen. Und sein Hörgerät funktioniert.

 

Dies Kind und seine Geschwister hatten schon viel Kummer in ihrem Leben. Zum Glück leben sie jetzt in einem Kinderheim, wo es zumindest regelmäßig gutes Essen gibt.

 

 Eine Kuh, viel Holz für den Ofen, Kartoffeln, nachgesucht auf dem abgeernteten Acker, Möhren, Zwiebeln und diese kürbisartigen Früchte, deren Namen ich immer vergesse aus dem eigenen Garten: die wichtigsten Dinge zum Überleben des Winters für eine Familie mit acht Kindern. Inzwischen mussten sie die Kuh verkaufen.

Das ist besonders hart für die kleinen Kinder. Sonne für die älteren Schulkinder, sie bekommen abwechselnd in der Schule eine warme Mahlzeit.

 

Diese Babuschka und ihr Enkel haben sich gut verstanden.

Die Oma lebt nicht mehr, aber der Junge wohnt im Dorf und arbeitet mit seinen Eltern in der Landwirtschaft. Ich glaube, er ist, was die Leute hier einen guten Jungen nennen. Er trinkt nicht und lernt oder arbeitet.

Bilder und Fortsetzung folgen